Wie viel Zeit die Methode in Anspruch nimmt: ein ehrliches Wochenbudget
Die Methode nimmt weniger Zeit in Anspruch als normales Essen – allerdings nicht sofort. Die ersten zwei Wochen dienen der Umstellung: neue Einkäufe, neue Gerichte und die Gewohnheit, im Voraus zu kochen. Danach sind es drei bis vier Stunden pro Woche für Kochen und Einkaufen, eineinhalb bis zwei Stunden für Bewegung und null für Zählen, Apps und Snacks. Im Folgenden findest du ein ehrliches Zeitbudget für die Woche, wo du Zeit sparen kannst und was du tun kannst, wenn du überhaupt keine Zeit zum Kochen hast.
3-4 ч
Kochen und Einkaufen pro Woche
1,5-2 ч
Bewegung pro Woche
0 Min.
Berechnungen und Tagebücher
−5-7 ч
pro Woche eingespart
Wohin die Zeit beim normalen Essen verschwindet
Ein gewöhnlicher Tag mit sechs Essenszeiten lässt die Zeit unbemerkt verstreichen: ein Snack, Kaffee mit etwas dazu, „Was könnte ich essen?“, eine Bestellung, die Schlange im Café, abends noch einmal zum Kühlschrank. Jede dieser Episoden dauert 10-15 Minuten, und so kommen pro Tag eine bis anderthalb Stunden zusammen, pro Woche sieben bis zehn Stunden, die niemand zählt. Die Methode beseitigt diese Episoden: zwei bis drei Mahlzeiten und dazwischen nichts. Genau daraus entsteht die „freie“ Zeit, von der nach dem ersten Monat gesprochen wird.
Rechne noch das Kalorienzählen dazu, falls du es bisher gemacht hast: Wiegen, in eine App eingeben, das Produkt in einer Datenbank suchen — weitere 20-30 Minuten pro Tag. Bei der Methode entfällt das bewusst: Kalorien werden nicht gezählt, und der Teller wird innerhalb einer Minute nach dem richtigen Verhältnis zusammengestellt. Wie der ganze Tag aussieht — ein Tag mit der Methode.
Zeitbudget: eine Woche mit der Methode
| Was | Wie viel | Wann | Wie sparen |
|---|---|---|---|
| Einkaufen | 60-90 min | 1 Mal pro Woche | feste Liste, Lieferung — dieselben 15 Minuten pro Bestellung |
| Grundlagen kochen | 90-120 min | 1-2 Mal pro Woche | Fleisch und Fisch werden für 2-3 Tage gebacken, Gemüse wird im Voraus geschnitten |
| Mahlzeiten zusammenstellen | 10-15 min × 2-3 pro Tag | täglich | Salat vor dem Essen anmachen, den Rest aufwärmen |
| Training | 20-45 min × 2-3 | jeden zweiten Tag | zu Hause, ohne den Weg ins Fitnessstudio |
| Gehen | 30-60 min | täglich | in den Arbeitsweg und Telefonate integrieren, ohne Zeit dafür einzuplanen |
| Zählen, Tagebücher | 0 | — | Tellermethode |
Die ersten zwei Wochen: Warum es scheint, dass man mehr Zeit braucht
Die Umstellung kostet Zeit: unbekannte Produkte im Laden, jeden Abend die Frage „Was gibt es zum Abendessen?“, drei Rezepte aus dem Internet pro Tag. Das ist normal und geht vorbei, sobald du dir ein eigenes Set aus 8-10 Gerichten zusammengestellt hast, die ohne Rezept zubereitet werden können. Meistens bis zur dritten Woche.
Um diese Phase schneller zu überstehen, musst du nichts neu erfinden: Die Methode enthält eine fertige Einkaufsliste und die Tellerregel, und daraus lässt sich fast alles zusammenstellen. Die erste Mahlzeit — Eier, Speck, Salat, Avocado. Mittag- und Abendessen — Fleisch oder Fisch, in Öl gegartes Gemüse, Salat. Nur die Sorten von Fleisch und Gemüse ändern sich. Ein fertiges Set für die Woche — Menü für sieben Tage; ein Einkauf mit einer einzigen Liste — Einkauf für die Woche.
Wähle natürliche, unverarbeitete Lebensmittel und vermeide verarbeitete Lebensmittel mit Zusatzstoffen.
Wie man das Kochen auf zwei Einsätze pro Woche verteilt
Sonntag, 90 Minuten
Hähnchen und Rindfleisch für drei Tage braten, Eier kochen, Kohl und Gurken schneiden, ein Dressing aus Öl, Essig und Salz in einem Glas zubereiten. Sauerkraut — gekauft oder selbst gemacht.
Werktage, 10-15 Minuten pro Mahlzeit
Das Fleisch aufwärmen, aus dem vorbereiteten Gemüse einen Salat schneiden und anmachen. Die Eier in Butter braten — das dauert fünf Minuten.
Mittwoch, 60 Minuten
Zweiter Einsatz: Fisch für zwei Tage, geschmorte Zucchini oder Blumenkohlpüree sowie weiteres Gemüse auf Vorrat.
Wenn wirklich keine Zeit zum Kochen bleibt
Rührei mit Käse und Gurken. Fisch aus der Dose mit Salat. Käse, Nüsse, Avocado. Das ist die Tellerregel ganz ohne Herd.
Bewegung: eineinhalb Stunden pro Woche, kein „Sport“
In der Methode ist Bewegung die dritte Säule, und ihr Zeitbudget ist bescheiden: zwei- bis dreimal pro Woche 20-45 Minuten zu Hause. Der Weg ins Fitnessstudio, das Umziehen und das Duschen dort addieren bei jedem Training noch eine Stunde, und genau deshalb gibt es Workouts zu Hause: eine Matte, ein Stuhl, eine halbe Stunde, und schon bist du unter der Dusche. Pro Woche: eineinhalb bis zwei Stunden.
Gehen steht gesondert, aber es wird nicht „extra erfasst“ – es wird eingebaut: einen Teil des Weges zu Fuß gehen, beim Gehen telefonieren, nach dem Abendessen spazieren gehen statt auf einen Bildschirm zu schauen. 30-60 Minuten am Tag kommen ohne Kalender zusammen. Was welche Bewegung bringt und wie viel du brauchst — Bewegung in der Methode.
Frisst Zeit
- Ein Rezept aus dem Internet für jedes Abendessen
- Täglicher Einkauf „auf dem Weg“
- Kalorienzählen und Tagebuchführen
- Fitnessstudio am anderen Ende der Stadt
- Snacks und „was soll ich essen“ sechs Mal am Tag
Spart Zeit
- 8-10 eigene Gerichte ohne Rezept
- Ein Einkauf nach einer festen Liste
- Die Tellerregel
- 20-30 Minuten zu Hause
- Zwei bis drei Mahlzeiten und nichts dazwischen
Arbeit, Dienstreisen, lange Abende
Ein Arbeitstag mit Mittagessen um 13:00 und Abendessen um 19:00 ergibt ganz ohne Aufwand ein 14/10-Fenster: Die erste Mahlzeit gibt es zu Hause oder im Büro, die zweite zu Hause. Wenn morgens keine Zeit zum Kochen ist, nimmt man das Mittagessen vom Abendessen des Vortags mit: gebratenes Fleisch und Salat in einem Behälter – abends fünf Minuten. Im Café gibt es auf jeder Speisekarte Fleisch oder Fisch mit Gemüse; die Beilage lässt man einfach weg.
Dienstreisen und unterwegs zu sein sind eine eigene Geschichte: Das Zeitfenster verschiebt sich, statt auszufallen, wie im Artikel Fasten im Urlaub und auf Reisen beschrieben. Auswärts essen — Cafés, Reisen, Gäste.
Was am meisten Zeit spart
Keine Zwischenmahlzeiten
Sechs Essenszeiten am Tag werden zu drei. Das sind eine bis anderthalb Stunden am Tag, die man nicht bemerkt, bis sie wieder da sind.
Die Tellerregel
Keine Waage, keine App, keine Suche nach einem Lebensmittel in der Datenbank. Das Verhältnis ist auf einen Blick erkennbar.
Das eigene Repertoire an Gerichten
Acht bis zehn Gerichte, die ohne Rezept zubereitet werden – und die Frage „Was gibt es zum Abendessen?“ ist in einer Sekunde geklärt.
Vorkochen
Zweimal pro Woche kochen statt jeden Abend. Das Abendessen unter der Woche: aufwärmen und schneiden.
Häufige Fehler
- Jede Mahlzeit von Grund auf zubereiten
- Jeden Tag nach einem neuen Rezept suchen, statt die eigene Sammlung zu nutzen
- Jeden Tag ein bisschen einkaufen
- Ins Fitnessstudio fahren, obwohl dieselben 30 Minuten zu Hause möglich sind
- Kalorien „zur Kontrolle“ zählen — das kostet dich 30 Minuten am Tag und bringt die Gedanken ans Essen zurück
- In der zweiten Woche aufgeben, wenn die Umstellung noch Zeit kostet
Häufig gestellte Fragen
Stimmt es, dass die Methode teurer ist als gewöhnliches Essen?
Es ändern sich die Proportionen, nicht die Lebensmittel: Fleisch, Eier, Gemüse und Käse haben wir auch früher gekauft. Süßigkeiten, Gebäck, Säfte, Lieferdienste und Cafés fallen weg – das ist normalerweise teurer als das, was hinzukommt. Ausführlich steht das im Artikel über den Wocheneinkauf.
Wie viel Zeit braucht man mindestens pro Tag?
15 Minuten zum Zusammenstellen der Mahlzeiten, wenn die Grundlage fertig ist, plus 30 Minuten Gehen. Training jeden zweiten Tag – weitere 20-30. Insgesamt weniger als eine Stunde am Tag, davon die Hälfte ein Spaziergang.
Wie soll man es machen, wenn man von 8 bis 20 arbeitet und überhaupt keine Zeit zum Kochen hat?
Einmal am Wochenende für die ganze Woche kochen, das Mittagessen mitnehmen, das Abendessen aufwärmen. Oder Rührei, Käse und Salat – auch das ist die Methode. Man braucht keine „richtigen“ Gerichte, sondern den richtigen Teller.
Nach welcher Zeit erfordert das keine Anstrengung mehr?
Meistens in der dritten oder vierten Woche: Man hat sein eigenes Set an Gerichten, eine Einkaufsliste und einen Kochrhythmus. Danach beansprucht die Methode weniger Aufmerksamkeit als gewöhnliches Essen.
- Prinzipien der Methode
- Der Weg
- Die Methode im Alltag
